Hintergrund

Aktuelles & Bilder

10.11.2016

Aktionswochen gegen Antisemitismus 2016 gestartet

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Zum 14. Mal finden die »Aktionswochen gegen Antisemitismus« statt. Die bundesweit größte Kampagne gegen Antisemitismus wurde in der Vergangenheit von der Amadeu Antonio Stiftung organisiert. Dieses Jahr finden die Aktionswochen erstmals in Kooperation mit dem Anne Frank Zentrum statt. Organisationen und Initiativen in ganz Deutschland nehmen daran teil. Im Rahmen der Aktionswochen finden bis zum 7. Dezember Workshops, Konzerte, Jugendbegegnungen, Gebäudeprojektionen und weitere Veranstaltungen statt.  Antisemitische Verschwörungsmythen, Hetze gegen Jüd_innen im Netz und Antisemitismus in den neuen Migrationsmilieus bilden thematische Schwerpunkte der diesjährigen Kampagne.

Alle Veranstaltungen sind online zu finden unter:

https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/die-stiftung-aktiv/kampagnen/aktionswochen-gegen-antisemitismus/veranstaltungskalender-2016/ 

Über 300 Veranstaltungen mit 120 Partnern und Partnerinnen aus allen Bundesländern sind bereits für die diesjährigen Aktionswochen mit unterschiedlichsten Veranstaltungsformaten angemeldet. Sie orientieren sich dabei u.a. an folgenden Schwerpunktthemen:

 - Antisemitische Verschwörungsmythen

 - Hetze gegen Jüd_innen im Netz

   - Antisemitismus in Deutschland durch die steigende Anzahl von Zugewanderten aus Ländern, deren politische Führung „anti-israelische/anti-jüdische“ Haltungen proklamiert.

Um die Absurdität antisemischer Verschwörungsmythen zu illustrieren, gibt es zu den diesjährigen Aktionswochen gegen Antisemitismus eine durch diese „inspirierte“ Kampagne. Ein Reptil mit Schläfenlocken weist darauf hin, dass Fantasien über und Defamierungen von Jüd_innen
keine Grenzen kennen.

10.11.2016

"Stimmungsmache gegen Geschlechtergerechtigkeit ist keine Bagatelle"

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Kirche macht mobil gegen Rechtspopulismus - Aufklärungsflyer zu rechtspopulistischer Anti-Gender-Hetze erschienen

Hannover/Bremen/Magdeburg (07. November 2016). Um den Fachbegriff Gender ist ein neuer Kulturkampf entbrannt, neokonservative und rechte Kräfte ziehen europaweit gegen eine liberale Geschlechterpolitik zu Felde. Über die politischen Hintergründe informiert jetzt eine Aufklärungsbroschüre, die das Evangelische Zentrum Frauen und Männer gGmbH gemeinsam mit der Gleichstellungsstelle der Bremischen Evangelischen Kirche zur EKD-Synode herausbringt.

"Wir folgen dem Aufruf von Präses Schwaetzer, rechtspopulistischen Tendenzen in Kirche und Gesellschaft konsequent entgegenzutreten", erklärt Dr. Eske Wollrad, Geschäftsführerin des Evangelischen Zentrums Frauen und Männer. Der Flyer gebe in klarer Sprache Auskunft, was hinter der Rede vom sogenannten Genderismus stecke, sowie konkrete Tipps für den Umgang mit Stammtischparolen.

"Die Stimmungsmache gegen Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt ist keine Bagatelle", betont auch Peter Brockmann, Vorsitzender des Gleichstellungsbeirats der Bremischen Evangelischen Kirche. Auch wenn sie häufig weniger Beachtung fände als Xenophobie, stehe hinter beidem dieselbe menschenfeindliche Haltung. "Rechtspopulistische Kräfte bauen 'Anti-Gender' als zweites Standbein auf. Und genau hier liegt leider ihr Einfallstor in Teile der Kirche", so Brockmann.

"Aufklärung ist auch deshalb dringend notwendig, weil diejenigen, die den Fachterminus Gender diffamieren, selten offen sagen, was sie wirklich wollen", erläutert Martin Rosowski, Geschäftsführer am Evangelischen Zentrum Frauen und Männer. Sie forderten "Ehe und Familie vor!" oder den "Schutz unserer Kinder", zielten damit aber tatsächlich auf die Ungleichbehandlung all derer, die anders leben als sie selbst. "Gender hin oder her - es geht nicht um Wortklauberei, sondern um eine Schlüsselfrage", so Rosowski. "Wofür treten wir in Kirche und Gesellschaft ein? Für eine Welt, in der alle auf Augenhöhe dazugehören? Oder für eine Welt, in der manche Menschen mehr wert sind als andere und daher mehr Schutz verdienen als sie?"
Der Flyer beschreibt die Strategie neokonservativer Kräfte in ganz Europa, mit Hilfe von Verunglimpfungen des Terminus' Gender ein stereotypes Bild vom Mann- und Frausein und von Familie festzuschreiben und andere Lebensentwürfe wieder zurückzudrängen. Den Flyer finden Sie im Dateianhang, weitere Hintergrundinformation sind auch unter www.gender-ismus.evangelisches-zentrum.de zugänglich.

27.10.2016

Ausschreibung Fortbildungsreihe

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Ausschreibung


Im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ des Bundesministeriums des Inneren bietet „Kirche stärkt Demokratie“ (vorbehaltlich der Weiterförderung) eine zwölfteilige Qualifizierung  zum „Demokratielotsen“ an. Die Fortbildung richtet sich an Ehren- und Hauptamtliche aus dem Bereich der Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern.
Für diese Qualifizierungsreihe, die im ersten Quartal 2017 beginnt und 2019 endet, suchen wir ein kompetentes Fortbildungsteam. Die Fortbildung umfasst 200 Stunden, verteilt auf 12 Module, die i.d.R. von Freitag bis Sonnabend stattfinden.


Die Fortbildung vermittelt:
• Grundlagenwissen über das politische System der Bundesrepublik Deutschland
• Grundlagen der Kommunalpolitik in Mecklenburg-Vorpommern
• Theorie und Methoden der Gemeinwesenarbeit
• Theorien und Methoden der Kommunikation und Konfliktbearbeitung
• Grundlagen der systemischen Beratung
• Umgang mit Fundamentalismus, Rassismus und anderen Formen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit
• Theorien und Methoden der Moderation und Präsentation
• Vermittlung Interkulturelle Kompetenz und Konfliktmoderation
• Grundlagen der Sozialraumanalyse, Netzwerkarbeit und lokaler Partizipation
• Theologische Grundlagen christlichen Engagements


Der Auftrag umfasst folgende Leistungen:
• Ein aussagekräftiges Ausbildungskonzept und deren Umsetzung in Absprache mit der Projektleitung
• Die inhaltliche Gestaltung und Ausführung der Fortbildungseinheiten
• Die Dokumentation und Evaluation der Fortbildungen
•  Die Kooperation mit der Projektleitung


Ihre Bewerbung  enthält:
• Fortbildungskonzept
• Nachweis über persönliche Qualifikationen und Erfahrungen
• Honorarvorstellung/ Kostenplan


Bitte senden Sie diese bis zum 15.12.2016 an:
Karl-Georg Ohse
c/o „Kirche stärkt Demokratie“
Bischofstr. 4
19055 Schwerin
oder per Mail an: Karl-georg.ohse@teo.nordkirche.de